Nachfolgenutzung des Feuerwehrareals - Information über die eingereichten Vorschläge aus der Bürgerbeteiligung und Definition der Auslobung des offenen Ideenwettbewerbs

Betreff
Nachfolgenutzung des Feuerwehrareals - Information über die eingereichten Vorschläge aus der Bürgerbeteiligung und Definition der Auslobung des offenen Ideenwettbewerbs
Vorlage
0047/2019
Aktenzeichen
131.310:Anschlussnutzung des Feuerwehrgebäudes H. 2
Art
Sitzungsvorlage

1.    Der Gemeinderat nimmt nach Vorberatung im Ausschuss für Verwaltung, Finanzen und Soziales die im Rahmen der Bürgerbeteiligung eingereichten 49 Vorschläge zur Folgenutzung des bisherigen Feuerwehrareals zur Kenntnis und leitet die Ideen und Anregungen aus der Bürgerschaft mit folgenden Schwerpunkten in den offenen Ideenwettbewerb über:

a)    Das Gedenken an die Geschichte der Juden in Bruchsal und die ehemalige Synagoge nehmen einen besonderen Stellenwert ein. Ein Ort des Gedenkens muss deshalb auf dem Areal verwirklicht werden.

b)    Einige Nutzungsvorschläge bieten aus historischen Gründen und zur Standortentwicklung auf dem Areal ein besonderes Potential und sollen deshalb besonders in den Blick genommen werden. Diese sind:

·         Die Einrichtung eines Ortes des Gedenkens und Lernorts für politische und historische Bildung. Die Verlagerung und Neuausrichtung des städtischen Museums sowie die Installation eines Museums „Haus der Geschichte der Juden in Baden“ sind denkbar.

·         Ein multifunktionaler Begegnungsort, der Möglichkeiten insbesondere für kulturelle Veranstaltungen, Begegnungen und Bildung bietet.

·         Ein Verwaltungsgebäude der Stadtverwaltung, das die Verlagerung und Zusammenführung bestehender städtischer Einrichtungen und Töchter beinhaltet.

·         Die Erweiterung der benachbarten Handelslehranstalt zur Verlagerung von Lehrräumen aus dem alten Landratsamt.

·         Die Schaffung von Wohnraum als Ergänzung zur neuen Nutzung des Areals.

c)    Die Stadt strebt auf dem Gesamtareal ein Nutzungskonzept an, das auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten tragfähig sein sollte.

 

2.    Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, als weitere Stufe des Beteiligungs- und Entscheidungsprozesses einen offenen Ideenwettbewerb in Anlehnung an die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, entsprechend den in der Anlage aufgeführten Rahmenbedingungen auszuloben.

 

3.    Für den offenen Ideenwettbewerb stellt der Gemeinderat einen Betrag in Höhe von 55.000,00 Euro im Haushaltsjahr 2019 zur Verfügung.